Ausgabe vom 03.06.2026 Seite 4
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âIm Blindflugâ Geld verteilt Berlin/Idlib. Wer sich in einer westlichen Gesellschaft für den politischen Islam starkmacht, muss dafür nicht zwangsläufig Gewalt einsetzen. Viele Islamisten gehen andere Wege: Sie gründen Organisationen, vernetzen sich in der Politik, verschaffen sich mithilfe staatlicher Förderprogramme einen seriösen Anstrich. Das geht meist so lange gut, bis Sicherheitsbehörden oder die staatliche Finanzaufsicht auf sie aufmerksam werden. Wenn der Verdacht des Islamismus im Raum steht, dann geht es um nicht weniger als den guten Ruf, den sich diese Organisationen über viele Jahre aufgebaut haben. Und um die Interessen von Politikern, die sie in dieser Zeit unterstützt haben. Wohl auch deshalb hat es fünf Jahre gedauert, bis der Bundesrechnungshof infolge eines Rechtsstreits seine Unterlagen zur Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland (IRD) freigab. Die Prüfberichte des Bundesrechnungshofs sind deshalb heikel, weil das Bundesamt für Verfassungsschutz von âsignifikanten personellen Verflechtungenâ zwischen der IRD und der Muslimbruderschaft ausgeht. Aus dieser ist unter anderem die palästinensische Terrororganisation Hamas hervorgegangen. Trotzdem hat das deutsche AuÃenministerium mehrere Projekte ...
