Ausgabe vom 08.06.2026 Seite 1

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Tausende warten weiter auf eine Organspende Erneute Debatte um die Widerspruchslösung Berlin. Ob Niere, Leber oder Herz: Tausende Menschen in Deutschland brauchen ein lebensrettendes Spenderorgan. Der Tag der Organspende am vergangenen Samstag erinnert auch daran, dass viele Betroffene jahrelang warten – zum Teil vergeblich. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) bedauert das. „Organspende kann Leben retten. Leider gibt es in Deutschland zu wenige Spenderinnen und Spender“, sagte Hubig unserer Redaktion. Die Wartelisten seien sehr lang. „Ich persönlich habe mich für einen Organspende-Ausweis entschieden – und ich ermutige alle, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen und einen solchen Ausweis auszufüllen“, betonte sie. Derzeit gilt in Deutschland die Regel, dass nur Organspender werden kann, wer aktiv zustimmt. Einige im Bundestag würden das gerne ändern und umkehren. So plädiert eine interfraktionelle Gruppe für die Einführung der Widerspruchslösung, wonach nur diejenigen keine Spender wären, die aktiv widersprechen. Auch der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist dafür. Es sei nicht zu viel verlangt, wenn diejenigen, die keine Organe spenden wollen, sich als Nicht-Spender ...