Ausgabe vom 23.06.2026 Seite 16

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Ruhe bewahren und Hilfe holen Serie Gesundheit Was Fachmann Prof. Dr. Seeliger bei Vergiftung bei Kindern rät RHEINE. Vergiftungsunfälle bei Kindern entstehen häufig durch Alltagsprodukte. „Entscheidend ist, ruhig zu bleiben, das Kind zu beobachten und im Zweifel früh fachliche Hilfe zu holen“, sagt Prof. Dr. Stephan Seeliger, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Rheine. Er rät im Ernstfall zu einem klaren Ablauf. Vergiftungsunfälle werden unterschätzt: Schon im Märchen sind Vergiftungen Thema: der präparierte Apfel bei Schneewittchen, die vergiftete Quelle, der gefährliche Trank. „Im wirklichen Leben sind Vergiftungsunfälle dagegen unspektakulär und werden deshalb leicht unterschätzt“, sagt Seeliger. „Es sind die Putzmittel im Küchenschrank, die offen liegende Tablettendose, der Schluck aus der falschen Flasche, eine Beere oder ein Blatt im Park oder im Garten.“ Denn gerade kleine Kinder erkunden ihre Umwelt mit Händen und Mund. Das typische Muster lautet: suchen, finden, probieren. Diese Stoffe können Vergiftungen im Kindesalter auslösen: Zu den Ursachen zählen Medikamente, chemische Produkte, Pflanzen, Lebensmittel, Alkohol- und Nikotinprodukte sowie Kosmetika und ...