Ausgabe vom 23.06.2026 Seite 18

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Zwischen Bunkern und Brutvögeln Fliegerhorst Hopsten: Einst Nato-Stützpunkt mit Atombomben HÖRSTEL-DREIERWALDE. Verlassene Gebäude, dunkle Shelter, überwucherte Wege: Der nördliche Teil des ehemaligen Fliegerhorsts Hopsten wirkt auf den ersten Blick wie ein klassischer „Lost Place“. Ein Ort, den die Zeit sich selbst überlassen hat. Doch der Eindruck täuscht. Hinter dem Zaun wird nicht vergessen – hier wird gearbeitet. Präzise, geplant und mit Aufwand. Rainer Schmidt kennt diesen Ort wie kaum ein anderer. Seit 1994 ist er hier tätig, damals noch für die Bundeswehr. Heute führt er als Revierleiter über das Gelände – und erklärt, warum hier nichts dem Zufall überlassen wird. Die Geschichte des Fliegerhorsts reicht bis in die 1930er-Jahre zurück. Während der NS-Zeit gebaut, im Zweiten Weltkrieg genutzt und 1945 zerstört, wurde der Standort in den 1950er- und 1960er-Jahren mit Unterstützung der Nato wieder aufgebaut. Im Kalten Krieg war der Flugplatz strategisch wichtig: Kampfjets standen bereit, in der Umgebung wurden Atomwaffen gelagert. Diese befanden sich nicht direkt auf dem Fliegerhorst: Das zugehörige Sonderwaffenlager Uthuisen lag rund zwei Kilometer entfernt bei Rheine und diente dem ...