Ausgabe vom 13.12.2004 Seite 24
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Preise für vorbildliche Krippendarstellungen Wie sah wohl der Nikolaus wirklich aus? Kein lieber Schwan für Lohengrin Wenn im Schlafzimmer der jung Vermählten ein großer gelber Rahmen die Betten trennt, kann aus der Ehe gar nichts werden. So gesehen ist das Bühnenbild zum dritten Akt Lohengrin in Münster stimmig. Und an die Quadratform hatte sich das Publikum zu diesem Zeitpunkt schon gewöhnt, weil die einzelnen Chorsänger in entsprechenden Löchern beiderseits der Spielfläche hockten, wenn sie dran waren. Fragen wir also nicht weiter nach der tiefen Symbolik des gelben Dings. Nicht nur das Bühnenbild von Heinz Balthes, das ebenso gut zu Fi delio wie zu Turandot passen würde und daher noch jahrelang weiter verwendet werden könnte, sondern auch die Regie von Peter Beat Wyrsch lässt vielfach an konzertante Aufführungen denken. Wie Lemuren kauern die 80 Chorsänger in ihren Löchern und sind zu stereotypen Bewegungen angehalten, die man im diffusen Licht kaum erkennen kann. Hätten sie ihre Klavierauszüge mitgebracht, wäre es auch nicht schlimm gewesen und die Einsätze bei Lohengrins Ankunft hätten ähnlich gut geklungen wie ihre anderen Beiträge oder wie der Brautchor aus dem ersten Rang Einstudierung Peter Heinrich . Für den neuen Generalmusikdirektor ...
