Ausgabe vom 28.12.2022 Seite 15
Suchbegriffe 28.12.2022 15
Gesetzeswidrige Kompensation Kuba-Wiese Die geplante Bebauung der ?Kuba?-Wiese ist auch aus Sicht des ehrenamtlichen Naturschutzes ein großer Fehler und beweist wieder einmal, dass die ständigen Beteuerungen, man wolle Rheine nachhaltiger und klimagerechter gestalten, nur hohle Phrasen sind. Wenn die Stadt die Wiese ganz oder teilweise gekauft hätte, wäre man nicht nur vielen Problemen aus dem Wege gegangen, sondern hätte auch die EU-Vorgabe eingehalten, extensives Weideland nachhaltig zu schützen.Von der Investorfirma kann man nicht erwarten, auf Profite zu verzichten, wohl aber von der Kommune ? eine leicht vermeidbare Naturzerstörung.Zwar sieht der Gesetzgeber vor, bei unvermeidlichen Eingriffen in Lebensräume geschützter Arten einen Ausgleich vorzusehen. Aber das Prozedere ist so gestaltet, dass das Ökobüro (welches Eingriff und Ausgleich bewertet) grundsätzlich vom Investor beauftragt wird. Getreu dem Motto: ?Wes Brot ich ess´, des´ Lied ich sing?. Da braucht man wenig Phantasie, um das Fazit solcher Gutachten vorherzusagen. So auch hier: Obwohl der Gutachter im Falle ?Kuba-Wiese? in seiner ?Artenschutzrechtlichen Prüfung? eine mit 13 Fledermausarten außergewöhnlich hohe Zahl festgestellt hat, verbiegt er sich im zweiten Teil seines Gutachtens für völlig ...
