Ausgabe vom 28.11.2024 Seite 20

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Aus der Vergangenheit für heute lernen Heinz Schulte zeigt Film zur Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg RHEINE-ELTE. Brandaktuell ist das Thema Flucht und Vertreibung, zu dem das Team um Agnes Diephaus von der Seniorengemeinschaft Elte den Filmemacher Heinz Schulte in das Gemeindehaus eingeladen hatte. 54 Gäste interessierten sich für das emotionale Thema, das der Dokumentarfilmer Heinz Schulte den Teilnehmern anhand ihres Heimatortes Elte nahebrachte, denn auch in dem beschaulichen kleinen Ort wurden 175 Flüchtlinge zum Ende des Zweiten Weltkriegs aufgenommen. Eine Völkerwanderung mit bis dahin unbekanntem Ausmaß, so der Gründer des Metropoli-Kinos. In den Archiven werden nur nackte Zahlen und Tatsachen zu den Flüchtlingen geliefert. Für die Fluchtberichte selbst fehlen die Quellen. Deshalb sind Zeitzeugen sehr wichtig, so Heinz Schulte, der bei seinen Recherchen Geschichten erfahren hat, die mit sehr vielen Emotionen verbunden sind. Insgesamt waren 1945/46 zwölf Millionen Menschen auf der Flucht. Dazu berichteten im Film der Historiker Hartmut Klein und Hubert Scharf in Zeitzeugen-Interviews. Letzterer musste innerhalb von 24 Stunden seinen Heimatort verlassen und nur dadurch, dass die Mutter das Zifferblatt einer Uhr verkaufen ...