Ausgabe vom 21.03.2025 Seite 4

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„Europa muss ein globaler Spieler bleiben“ Peer Steinbrück über die Westfälische Friedenskonferenz Münster. Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) übernimmt die Leitung der Westfälischen Friedenskonferenz in Münster am 4. April. Im Interview mit unserem Korrespondenten erklärt er, welche Botschaft vom Treffen in der Stadt des Westfälischen Friedens ausgehen soll, was er von einem künftigen CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet und was er von einem französischen Atom-Schutzschild hält. Herr Steinbrück, warum haben Sie die Leitung der Westfälischen Friedenskonferenz in Münster übernommen? Peer Steinbrück: Zum einen ist es eine sehr hochklassige Veranstaltung, mit Blick auf die Teilnehmer wirklich Champions-League-Niveau. Aber entscheidend für mich sind die aktuell großen innen- wie außenpolitischen Herausforderungen für Deutschland in und mit Europa. Welche zentrale Botschaft soll denn von Münster ausgehen? Steinbrück: Dass Europa handlungsfähig und ein wichtiger globaler Spieler bleiben muss. Es geht darum, aus einer Position der Stärke heraus die Regeln mitbestimmen zu können – im Sinne eines freien Handels, der Friedenssicherung und unseres Wertekanons. Das ...