Ausgabe vom 21.03.2025 Seite 17

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Viel Applaus für spannende Änderung Das Junge Theater Bonn führt „Die Welle“ auf – und findet aktuelle Aufhänger für seine Neuinterpretation RHEINE. „Die Welle“ kam nach Rheine – zumindest für die 168 Besucherinnen und Besucher, die am Mittwochabend die Aufführung des Jungen Theater Bonns in der Stadthalle Rheine genießen durften. „Die Welle“ zählt zu den bekanntesten Werken über Faschismus und Totalitarismus. Darin versucht der Lehrer Ben Ross seinen Schülern zu verdeutlichen, dass Menschen auch in der Moderne noch immer anfällig für autoritäre Gemeinschaften sind – wenn sie nicht aufpassen. Dafür gründet er „Die Welle“, die in ihrer Organisation und Grundsätzen der Hitler-Jugend ähnelt. Schnell eskaliert das Experiment, und „Die Welle“ betrachtet jeden als Feind, der sich ihr nicht anschließt. Das Junge Theater Bonn lieferte aber keinesfalls eine simple Nacherzählung des Romans oder des Films. Vielmehr interpretierten die Jugendlichen, in Absprache mit Theaterintendant Moritz Seibert, den Stoff von 1981 neu. Dafür nahmen sie zwei clevere Änderungen vor. Zum einem verwiesen sie während des Stücks immer wieder auf moderne politische ...