Ausgabe vom 16.07.2025 Seite 12

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Liebe, Sex und zu viele Klischees „Too Much“ auf Netflix: Die neue Serie von Lena Dunham erfüllt die hohen Erwartungen nicht Der Hype um die Netflix-Produktion ist groß, immerhin steckt „Girls“-Autorin Lena Dunham hinter der Serie „Too Much“. Doch bis auf wenige gelungene Szenen und Dialoge bleibt die Produktion schwach. Um deutlich zu machen, wie hoch die Erwartungen an die neue Serie von Lena Dunham sind, muss man mit ihrer alten beginnen. Die sechs Staffeln von „Girls“ entstanden zwischen 2012 und 2017. Das war eine wahrhaftigere Variante von „Sex & The City“, die damals erst 26 Jahre alte Dunham übernahm darin die Hauptrolle der Hannah Horvath: Sie spielte eine Autorin, die sich von ihren Honoraren keine Manolo Blahniks kaufen konnte, sondern ein unbezahltes Praktikum absolvierte und von der Unterstützung ihrer Eltern in New York lebte. Die Männer waren nicht elegant, dafür aber ziemlich schräg, der Sex beklommen und wenig glamourös. Und immer wieder gab es großartige Dialoge. In der Szene etwa, als Hannah erfährt, dass sie ihr Geld fortan selbst verdienen muss. Das sei zu früh, entgegnet sie ihrer Mutter und ihrem Vater, „ich bin noch damit beschäftigt, zu werden, wer ich ...