Ausgabe vom 23.09.2025 Seite 4

Suchbegriffe 23.09.2025    4


„Das muss nicht nur den Papst besorgen“ Bundespräsident Steinmeier warnt bei Vatikan-Reise vor Bedeutungsverlust der Kirchen in Deutschland Vatikanstadt. Ein schwüler Spätsommertag in Rom, das Thermometer ist noch einmal auf 28 Grad geklettert. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht auf einer Dachterrasse im Campo Santo Teutonico, dem „deutschen Friedhof“, der innerhalb der Mauern des Vatikans liegt. Hinter ihm ist die Kuppel des Petersdoms erkennbar. Steinmeier laufen Schweißperlen über die Stirn. Der Bundespräsident kommt gerade von seiner ersten Privataudienz beim neuen Papst, Leo XIV. Aus einem Gespräch, in dem es um Krieg und Frieden ging, wie Steinmeier gleich berichten wird. Der Bundespräsident wirkt zufrieden. Steinmeier war am Sonntagabend von Berlin aus zu einem Kurzbesuch in Richtung Vatikan aufgebrochen. Zuletzt war er bei der Beisetzung von Papst Franziskus Ende April in Rom gewesen. Zur Amtseinführung von Leo im Mai war Kanzler Friedrich Merz (CDU) angereist. Dass Steinmeier so kurz nach der Amtseinführung des neuen Papstes eine Audienz erhält, gilt als große Ehre. Steinmeier, der selbst Protestant ist, wird auf der Reise von seiner katholischen Frau Elke Büdenbender begleitet. An großen Themen ...