Ausgabe vom 09.01.2026 Seite 1
Suchbegriffe 09.01.2026 1
Versicherte lassen digitale Patientenakte links liegen Umfrage: Nutzungsrate bei unter vier Prozent â Sozialverband fordert Informationskampagne Münster. Kaum ein gesetzlich Versicherter nutzt bislang die elektronische Patientenakte (ePA), um seine Gesundheitsdaten einzusehen, Dokumente hochzuladen oder Zugriffsmöglichkeiten für Ãrzte einzuschränken. Das hat eine Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland bei mehreren Krankenkassen ergeben. Danach liegt der Anteil der aktiven Nutzer noch nicht einmal bei vier Prozent. Somit haben sich die Hoffnungen nicht erfüllt, dass die seit Oktober 2025 für Praxen und Krankenhäuser geltende Verpflichtung, die ePA mit für Versicherte relevanten medizinischen Daten zu füttern, zu einem besseren Nutzerverhalten führen würde. Zu den relevanten Daten gehören etwa OP-Berichte, Medikationslisten oder Laborbefunde. Bei der Techniker Krankenkasse (TK), der gröÃten deutschen Krankenkasse mit 11,5 Millionen angelegten digitalen Patientenakten, nutzen 850.000 Versicherte die ePA. Die Barmer hat bundesweit acht Millionen angelegte ePA und lediglich 440.000 Nutzer. Bei den elf Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) mit ihren 26 Millionen bestehenden ePA haben bisher 365.000 Versicherte eine Gesundheits-ID ...
