Ausgabe vom 09.01.2026 Seite 12

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Das mächtigste Lachen der Welt Wie Eddie Murphy mit Witz und Anarchie schwarzen Künstlern die Türen Hollywoods öffnete Sein Lachen ist in die Filmgeschichte eingegangen, er ist der König der Verwandlung und ein Kassenmagnet: Schauspieler Eddie Murphy war in den 1980er und 1990er Jahren einer der größten Kinohelden und in Hollywood Vorreiter für afroamerikanische Künstler. Die Dokumentation „Eddie Murphy, Hollywoods schwarzer König“ – in der Nacht von Freitag auf Samstag um 0.55 Uhr auf Arte – zeigt den nun 64-Jährigen als jemanden, der die Gesellschaft verändert hat. Murphy nutzt seine Popularität, um in Filmen und in der Öffentlichkeit immer wieder Amerikas Rassismus anzuprangern. Einer der eindringlichsten Momente: die Oscar-Verleihung 1988, bei der er die Auszeichnung für den besten Film verkündete. Mutig sagt er dem fast durchweg weißen Publikum ins Gesicht, er habe eigentlich nicht zusagen wollen. „Ich machs nicht, weil Hollywood Schwarze nicht anerkannt hat“, habe er seinem Manager zuerst gesagt. So wenige Afroamerikaner hätten den Oscar bekommen, dass der nächste statistisch erst 2004 dran sei. Bis dahin sei sein Auftritt gewiss vergessen. Das Publikum lacht lauthals – doch die ...