Ausgabe vom 27.01.2026 Seite 1

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Kinderschutzbund gegen härtere Strafen für Jüngere Streit um Strafmündigkeit ab zwölf Jahren – SPD: NRW-Innenminister Reul rudert zurück Münster/Düsseldorf. Der Kinderschutzbund NRW lehnt den Vorschlag aus der Politik ab, Kinder bereits ab zwölf statt 14 Jahren strafrechtlich zu belangen. „Wer Sicherheit durch härtere Strafen für Jüngere verspricht, verkennt die Ursachen von Gewalt und Fehlverhalten“, sagte Landesgeschäftsführer Michael Kutz unserer Redaktion. Er warnte davor, gesellschaftliche Unsicherheiten auf Kinder zu projizieren. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat mit seinem Vorstoß, die Strafmündigkeit möglicherweise von 14 auf zwölf Jahre abzusenken, eine lebhafte Debatte ausgelöst. „Bereits heute gibt es wirksame Instrumente der Kinder- und Jugendhilfe, um auf auffälliges Verhalten zu reagieren“, antwortete Kutz darauf. Diese Maßnahmen seien darauf ausgerichtet, Verantwortung zu vermitteln und weitere Eskalationen zu vermeiden, ohne Kinder mit strafrechtlichen Sanktionen zu belasten. Reul hatte zuvor betont, dass die Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen zunehme. „Das äußert sich sowohl in schweren Körperverletzungen als auch bei extremistischen Anschlägen. ...