Ausgabe vom 29.01.2026 Seite 5

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Nicht nachhaltig LeitartikelVorstellung des Jahreswirtschaftsberichts Nach drei Jahren Rezession und Stagnation gibt es zum Jahresbeginn 2026 gute Voraussetzungen dafür, dass nun endlich ein Konjunkturaufschwung einsetzt. Die neue Regierungsprognose im Jahreswirtschaftsbericht von einem Prozent Wachstum fußt auf solidem Fundament, alle gängigen Vorhersagen unabhängiger Institute sehen es ähnlich. Allerdings kommt die Wirtschaft langsamer in Schwung als erwartet, so dass Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ihre bisherige Prognose leicht reduzieren musste. Alarmierend ist, dass selbst dieses geringe Wachstum nur deshalb möglich wird, weil die Regierung massiv Schulden aufnimmt und mehr in Infrastruktur und Verteidigung investiert. Das ist nicht nachhaltig. Die Regierung muss sehr schnell sehr viel mehr tun, damit das schuldenfinanzierte Wachstum nicht einfach verpufft. Das Strohfeuer des 500-Milliarden-Sondervermögens für die Infrastruktur, die Mehrausgaben für Rüstung müssen mit Reformen flankiert werden, die private Investoren wirklich überzeugen und Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Da Union und SPD bei der Suche nach den richtigen Ansätzen oft weit auseinanderliegen, sind bisher nur wenig überzeugende ...