Ausgabe vom 29.01.2026 Seite 15

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Kopfschütteln über die Landespläne Neujahrsempfang des Arbeitsgerichts steht unter dem Einfluss der drohenden Standortschließung Jörg Homering RHEINE. Es kling paradox: Das Arbeitsgericht Rheine hat im vergangenen Jahr 2025 so viele Verfahren erledigt wie noch nie – und das erneut in einer Verfahrensdauer, die im Land NRW einen Spitzenplatz einnimmt. Doch trotz dieser guten Arbeit muss das Gericht um seinen Standort in Rheine bangen. Beim Neujahrsempfang am Mittwochnachmittag sorgte das unter den geladenen Juristen, Gewerkschaftern und Arbeitgebervertretern für vielfaches Kopfschütteln. Wie berichtet, könnte der Standort des Arbeitsgerichtes Rheine im Gebäude der Agentur für Arbeit an der Dutumer Straße einer geplanten Strukturreform zum Opfer fallen. Nach Plänen der Landesregierung sollen Gerichtsbezirke zusammengeführt und größere Einheiten geschaffen werden, um moderne und nachhaltige Standorte zu schaffen. Für das Münsterland heißt das unter anderem: Die Arbeitsgerichte Münster, Bocholt und Rheine sollen zusammengelegt werden – zum Arbeitsgericht Münster mit dortigem Standort. Rheine würde nur ein „Gerichtstag“ bleiben – ein Saal irgendwo in Rheine, in dem lediglich verhandelt wird. ...