Ausgabe vom 17.02.2026 Seite 5
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Reform notwendig LeitartikelDebatte um Spitzensteuersatz Im Wahlkampf hatte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann eine Bürgergeld-Reform angekündigt, die Einsparungen in Milliarden-Höhe bringen sollte. Nun werden es nur Millionen und es gibt einen neuen Namen. Auch das Heizungsgesetz ist bis heute nicht abgeschafft, die Union will ohnehin nur noch einen Teil des Gebäudeenergiegesetzes ändern. Bei der Steuerreform, die Linnemann fordert, liegt er richtig. Der CDU-Politiker will, dass die Schwelle für den Spitzensteuersatz verschoben wird. Er soll nicht schon bei 68.000 Euro Jahresbrutto greifen, sondern erst bei 80.000 Euro. Grüne und Linke reagieren reflexhaft ablehnend. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge fordert stattdessen âangemessene Beiträge von den Reichsten im Landâ. Das zeigt, dass Dröge die Realitäten nicht kennt. Denn: Den Spitzensatz zahlen mitnichten nur âdie Reichstenâ, sondern inzwischen auch Top-Handwerker und andere Fachkräfte aus der Mittelschicht. Dem CDU-Generalsekretär, das dürfen wir ihm abnehmen, geht es nicht darum, etwas für die Reichsten zu tun. Er will die Mittelschicht entlasten und den Mittelstandsbauch im Steuertarif abflachen. Das ist richtig und überfällig. Deutschland ...
