Ausgabe vom 17.02.2026 Seite 26

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Hüller spielt Frau, die sich als Mann tarnt Wie fühlt es sich an, eine Frau zu spielen, die sich als Mann ausgibt? Sandra Hüller (47, „Anatomie eines Falls“) hat für ihre Rolle eine spürbare körperliche Veränderung erlebt. Die Schauspielerin ist in dem Berlinale-Wettbewerbsfilm „Rose“ als Frau zu sehen, die versucht, im 17. Jahrhundert in einem Dorf als vermeintlicher Mann zu überleben. „Ich habe schon gemerkt, dass sich meine Körperlichkeit in dieser Zeit verändert hat“, sagte Hüller. „Das hat sicherlich mit dem Entdecken von dem zu tun, wie man sich bewegt, was es bedeutet, diese Rüstung anzuhaben, diese Narbe zu haben und diese schweren Schuhe zu tragen.“ Regisseur Markus Schleinzer habe gewollt, dass sie eine bestimmte Form von Training absolviere: Krafttraining und Kampftraining. Viel schwerer als alle körperlichen Veränderungen sei es ihr hingegen gefallen, diese Lüge und Spannung aufrechtzuerhalten, einen Rundumblick zu haben: „Wer kommt von wo? Wer sieht was von mir? Was kann ich zeigen? Was nicht? Wo bin ich wirklich alleine?“ Der österreichische Regisseur Schleinzer erzählt die Geschichte seiner Protagonistin Rose (Hüller) in strengen Schwarz-Weiß-Bildern. ...