Ausgabe vom 17.02.2026 Seite 14
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Ein Pazifist lernt das Kriegshandwerk Arte zeigt das filmische Tagebuch eines ukrainischen Soldaten Hunderttausende Ukrainer zogen ab 2022 in den Krieg, um ihre tödlich bedrohte Heimat zu verteidigen. Einer von ihnen erzählt mit der Kamera, wie es ihm und den Kameraden ergeht. Dmytro Dokunow ist ein unüblicher Soldat. Der ukrainische Künstler und Kameramann, Yoga-Fan und Krishna-Anhänger lebte vor Russlands Angriffskrieg in einer Kommune in der Zentralukraine. Sein Traum: ein Yoga-Zentrum in einer Schlucht am Dorfrand. Doch als er im Frühjahr 2022 eingezogen wurde, ging er zur Armee. Und er nahm seine Kamera mit, was ein Glücksfall ist für die Zuschauer von âEin Pazifist im Krieg â Tagebuch eines ukrainischen Soldatenâ. Arte zeigt den Dokumentarfilm an diesem Dienstag, wenige Tage vor dem vierten Jahrestag des Kriegsbeginns. In keinem Krieg bisher sind Kameras so präsent wie in der Ukraine â als Handykameras, Bodycams, Drohnenaufnahmen. Doch Dokunows Kamera macht etwas Besonderes: Sie gibt Einblick in die Gefühlswelt ukrainischer Soldaten. Er filmt sich selbst, die Kameraden und zeigt die Angst, die Erschöpfung, reflektiert über die Abstumpfung durch Gewalt. Dabei ist Dokunow typisch für die Ukrainer aller Schichten und ...
