Ausgabe vom 24.02.2026 Seite 9

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„Verschießt sowieso“ Abseits Wer kennt ihn nicht, den guten alten Spickzettel? Auf einen möglichst winzig kleinen Fetzen Papier kritzelt man die wichtigsten Stichpunkte für ein Thema, das in der bevorstehenden Klassenarbeit oder Klausur drankommt. Danach versteckt man ihn möglichst gut und benutzt ihn im Fall der Fälle unauffällig – denn fliegt der Schummelversuch auf, ist Schluss mit lustig. Alles andere als unauffällig zog Jens Lehmann bei der WM 2006 seinen Spickzettel aus dem Stutzen. Plakativ studierte er die von Torwarttrainer Andreas Köpke angefertigten Notizen vor den Augen der Argentinier, versuchte sie im Elfmeterschießen des Viertelfinals zu irritieren. Auch wenn der Keeper später zugab, dass ihm das Stück Papier nichts genutzt habe, erreichte der Spickzettel nationalen Ruhm und ist heute im „Haus der Geschichte“ in Bonn als ein Stück deutsches Kulturgut zu bestaunen. Am Sonntag tauchte nun ein neuer „Spicker“ auf, der für reichlich Wirbel sorgte. Im Sachsen-Derby in Liga drei hatte sich Cottbus-Torhüter Marius Funk auf seiner Trinkflasche die Vorlieben möglicher Strafstoß-Schützen von Erzgebirge Aue aufgeschrieben, wie TV-Kameras entlarvten. „34 Stefaniak – Linkes Eck auf ...