Ausgabe vom 14.03.2026 Seite 4

Suchbegriffe 14.03.2026    4


Können wir unseren Augen noch trauen? Gespräch mit Markus Köster über Künstliche Intelligenz in Film und Fotografie Münster. KI-Bilder in der Werbung, der Kunst, im Internet − und kürzlich sogar den ZDF-Nachrichten. Können wir unseren Augen in Zeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) noch trauen? Konnten wir es je? Ein Gespräch mit Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen. Wie kann man mit Künstlicher Intelligenz bearbeitete oder generierte Bilder oder Filme erkennen? Gibt es Anzeichen, an denen ich mich orientieren kann? Markus Köster: In der Vergangenheit hat man darauf verwiesen, dass KI oft nicht perfekt sei. Wir kennen KI-generierte Bilder mit sechs Fingern und das offenbar manipulierte Bild von Princess Kate mit ihren Kindern. Aber die KI wird so schnell so viel besser, dass manipulierte Bilder vermutlich bald nicht mehr an technischen Mängeln erkennbar sein werden. Wenn es nicht jetzt schon so ist. Am Bild selbst ist es künftig also nicht mehr erkennbar – was können wir tun? Köster: Wir brauchen die Fähigkeiten, die wir in der Beurteilung von Bildern in der Geschichte immer hatten; wir müssen sehr sorgfältig kontextualisieren: Was sieht man überhaupt? Ist das realistisch? Wo ...