Ausgabe vom 30.03.2026 Seite 6

Suchbegriffe 30.03.2026    6


Großer Hype um „Vertical Dramas“ Die Zukunft des Serienmarkts? Lille Nachdem Caroline entdeckt hat, dass sie schwanger ist, wird sie von der Mutter des werdenden Vaters geohrfeigt und „Schlampe“ genannt, weil nun das Eishockey-Stipendium des Sohnes gefährdet ist. Daraufhin bietet die Mama der Schwangeren ein Bündel 100-Dollar-Scheine an, um die Romanze zu zerstören und das Baby loszuwerden – das alles innerhalb der ersten 120 Sekunden von „Breaking the Ice“. 350 Millionen Mal wurden die etwa zweiminütigen Folgen der Serie „Breaking the Ice“ schon abgerufen. Eine gigantische Zahl. Gigantisch erscheint auch überhaupt das Potenzial dieser „Vertical Dramas“ (auch „Microdramas“ genannt), die im 9:16-Format gedreht werden und damit höher als breit sind, was die ein- bis dreiminütigen Folgen bestens für den Konsum via Smartphone prädestinieren. Auch auf dem internationalen Festival „Series Mania“ in Lille standen die „Vertical Dramas“ jetzt im Fokus. Dabei hatte bis vor Kurzem niemand das Genre dieser Schmalspur-Videos auf dem Schirm – bis die Zahlen explodierten. Sieben Milliarden Dollar Umsatz in China 2024, wo jährlich zwei Millionen Episoden hergestellt werden. ...