Ausgabe vom 25.04.2026 Seite 37
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Stetiger Wandel auf der Meile Die Reeperbahn in Hamburg wird 400 Jahre alt und ist doch ewig jung Die berühmteste StraÃe der Republik steckt voller Geschichte â und ist weit mehr als eine sündige Meile. Ortsbesuch auf dem Kiez, wo Beatles-Fans beim Friseur niederknien und Tätowierer Promis sind. Wolfgang Stelljes Eva Decker ist keine Hamburgerin. Und doch gibt es, wenn es um die Geschichte der Reeperbahn geht, kaum eine kundigere Gästeführerin als die gebürtige Wienerin. Für Decker ist die Geschichte von St. Pauli und damit die der Reeperbahn zu einem Lebensthema geworden. Zehn Jahre lang war sie wissenschaftliche Leiterin des St.-Pauli-Museums. Dieses Museum â nicht zu verwechseln mit dem FC St. Pauli â gibt es nicht mehr. Also hat die 52-Jährige ausgewählte Exponate an verschiedenen Originalschauplätzen platziert. Der Titel ihrer Führung: âReliquien der Reeperbahnâ. Die StraÃe feiert dieses Jahr ihren 400. Geburtstag. Die Runde beginnt bei den âTanzenden Türmenâ. Die zwei markanten Hochhäuser markieren den östlichen Eingang. Von hier bis zum Nobistor, dem anderen Ende der Reeperbahn, sind es rund 930 Meter. âAb 1626 wurden hier Schiffstaue hergestelltâ, sagt die freiberufliche ...
