Ausgabe vom 08.05.2026 Seite 5
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Der Pazifist aus den USA LeitartikelPapst Leo ist Friedensmahner und Anti-Trump Wer auf dieser Welt, wenn nicht der Papst, sollte seine Stimme erheben, wenn der US-Präsident im Social- Media-Wahn samt mächtiger Kriegsmaschinerie im Rücken mit der âAuslöschung einer Zivilisationâ im Iran droht. Es ist entsetzlich genug, dass sich die meisten Staatschefs verkriechen, wenn die Trumpâschen Tiraden sprachlos machen. Nicht so Leo XIV. (âInakzeptabelâ). Der Pontifex wird zur weltweit prominentesten Stimme gegen eine Eskalation im Iran und Libanon. Auch Leo XIV. kämpft â für den Frieden. Gegen die Kriegsrhetorik aus dem WeiÃen Haus geht der Seelsorger im Vatikan zuletzt immer schärfer vor. Gegen Bomben â für einen âentwaffnenden Friedenâ. Für Dialog und Verhandlungen. Wofür sollte sich ein Papst sonst einsetzen? Leo XIV. versteht sich in aller Konsequenz als Friedensbotschafter. Seine Waffe ist die Macht der Worteâ â im Gegensatz zu Trumpsâ Poltereien sind sie präzise. Er spricht der US-Regierung die Legitimation ab. Das sitzt. Vor einem Jahr tritt der zum 267. Papst gewählte Robert Francis Prevost auf die Loggia des Petersdoms. Millionen Menschen blicken auf den zurückhaltenden Mann. ...
