Ausgabe vom 08.05.2026 Seite 16

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Die Gräuel geraten aus dem Fokus Anti-Nazi-Drama „Nürnberg“ ist faszinierend und zugleich problematisch -dpa- RHEINE. Gipfeltreffen zweier Oscar-Preisträger: Russell Crowe wurde 2001 für seine emotionsgeladene Interpretation des Tribuns Maximus Decimus Meridius in „Gladiator“, Rami Malek 2019 als glutvoller Darsteller der Pop-Ikone Freddie Mercury in „Bohemian Rhapsody“ mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet. Beide sind für facettenreiche, mitreißende Charakterstudien bekannt. Ihre Namen stehen für fesselnde Kino-Momente. Die bieten die zwei Stars nun auch in „Nürnberg“. Russell Crowe verkörpert den 1945/46 bei den Nürnberger Prozessen angeklagten Hermann Göring, einen der Kriegsverbrecher des faschistischen Deutschlands der Jahre 1933 bis 1945. Rami Malek hat die Rolle des US-amerikanischen Psychiaters Douglas M. Kelley übernommen, der bei diesen Prozessen des Internationalen Militärgerichtshofs die Angeklagten beurteilen soll. Die Ereignisse um die Arbeit des Arztes hat dessen Landsmann Jack El-Hai in dem 2013 veröffentlichten Buch „The Nazi and the Psychiatrist“ beleuchtet, ein Jahr später in der Übersetzung von Henriette Heise unter dem Titel „Der Nazi und der ...