Ausgabe vom 05.06.2026 Seite 4
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Warum Trump einst Obamas Atom-Deal durchkreuzte Den Dauerstreit mit dem Iran um sein Nuklearprogramm konnte auch ein 2015 ausgehandeltes Abkommen nicht schlichten Washington. US-Präsident Donald Trump wird inmitten der Iran-Verhandlungen nicht müde zu betonen, wie schlecht aus seiner Sicht der Iran-Deal war, den Ex-Präsident Barack Obama ausgehandelt hatte. Als Trump in seiner ersten Amtszeit auf den Demokraten im WeiÃen Haus folgte, durchkreuzte er dessen Abkommen und die USA zogen sich 2018 zurück. Zu kurze Laufzeit, keine genaue Regelung zu ballistischen Raketen â nicht nur daran stieÃen sich auch Kritiker. Was wollte Obama und was wollte der Iran? USA, Russland, China, GroÃbritannien und Frankreich als UN-Vetomächte sowie Deutschland einigten sich zunächst im April 2015 in Lausanne mit dem Iran auf ein Rahmenabkommen, um einen jahrelangen Atomstreit im Grundsatz beizulegen. Der Westen wollte verhindern, dass der Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms für Energieversorgung eine Atombombe bauen kann, die er gegen den Erzfeind Israel einsetzen könnte. Teheran bestritt, eine Bombe bauen zu wollen. Die Verhandlungspartner arbeiteten darauf hin, dass die Urananreicherung einem System von Beschränkungen und Kontrollen ...
