Ausgabe vom 13.06.2026 Seite 19

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Das Gesicht des Toten blickt gen Mekka Muslime werden auf einem Gräberfeld auf dem Friedhof Eschendorf beerdigt RHEINE. Muslime werden ohne Sarg beerdigt. Der Gedanke dahinter: Der Tote soll möglichst schnell in der Natur aufgehen. Doch was zu muslimischer Bestattungskultur gehört, stieß auf behördliche Stolpersteine. „Bis vor vier Jahren war die sarglose Bestattung auf den Rheiner Friedhöfen verboten“, erzählen Osman Tiryaki und Wilhelm Sabri Hoffmann vom Türkischen Kultur- und Sportverein. Der Grund: Grundwasser- und Umweltschutz. „Das war ja nicht gegen uns gerichtet, sondern galt für alle. Da musste man Verständnis haben“, zeigte sich Tiryaki verständnisvoll. Doch auch wenn eine Bestattung im Sarg grundsätzlich nicht dem muslimischen Glauben widerspreche: Die beiden sind glücklich, dass eine Bestattung im Leichentuch seit 2022 möglich ist. Mitte der 1990er Jahre kam das Thema auf, denn einige der Gastarbeiter, die in den 1960er Jahren nach Deutschland und auch nach Rheine gekommen waren, kamen in das Alter, in dem sie sich Gedanken um eine ihrem Glauben entsprechende Bestattung machen mussten. Sie wollten in ihrer neuen Heimat Rheine bestattet werden. Es kam zu Gesprächen mit den christlichen Gemeinden in ...