Ausgabe vom 13.06.2026 Seite 20

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Es beginnt selten mit Hass Ehemalige Extremisten berichten an der Alexander-von-Humboldt-Schule von ihrem Ausstieg aus der Szene RHEINE-MESUM. „Ich hätte mir damals nie vorstellen können, einmal vor Schulklassen zu stehen und vor Rechtsextremismus zu warnen“, sagte Axel Reitz, Mitglied vom Verein „Extremislos“. Der Verein setzt sich aus ehemaligen Extremisten zusammen, die den Ausstieg geschafft haben und heute Aufklärungsarbeit leisten. Ihr Ziel: Menschen vor den Gefahren extremistischer Ideologien zu schützen und die Vision einer toleranten, demokratischen und gewaltfreien Gesellschaft zu vermitteln. Die Mitglieder von „Extremislos“ kennen die Mechanismen der Szene aus eigener Erfahrung. Sie wissen, wie junge Menschen in extremistische Gruppen geraten und warum der Ausstieg oft so schwerfällt, heißt es in einem Pressetext. Bei vielen Menschen beginnt es nicht mit Hass, sondern mit der Suche nach Zugehörigkeit. „Ich war jung, unsicher und wollte irgendwo dazugehören“, berichtete der ehemalige Rechtsextremist Reitz. Die Kameradschaft, die gemeinsamen Aktivitäten und das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein, hätten ihn zunächst angezogen. Doch nach und nach veränderte sich sein Weltbild. ...