Ausgabe vom 25.02.2026 Seite 14

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Ein Märchen im Kaurismäki-Stil Der deutsch-finnische Spielfilm „Fallende Blätter“ erstmals im Fernsehen Finnische Melancholie auf Schritt und Tritt: eine Großstadt, die aus Baustellen, Supermärkten und Hinterhofwohnungen zu bestehen scheint. Menschen, die dort leben und in prekären Jobs schuften, bis sie von fiesen Chefs gefeuert werden. Und dann Trost bei Drinks in einer Karaoke-Bar suchen. In dieser in fahlen, manchmal dunklen Farben gemalten und zugleich seltsam zeitlos anmutenden Umgebung scheint es leidenschaftliche Gefühle vor allem in alten Kino-Streifen zu geben. Und in der Musik, die vom Schubert-Lied bis zu Tango und Elektrosound auf der Bühne oder aus der Jukebox erklingt. Somit ist der Regie-Altmeister Aki Kaurismäki (68) also auch in seinem 20. und vorerst letzten Spielfilm „Fallende Blätter“, der den Abschluss seiner Reihe „proletarischer“ Filme bilden soll, seiner Handschrift treu geblieben. Und die gilt vor allem seinen vielen eingeschworenen Fans längst als Kult. Manch anderer könnte sich dabei allerdings auch langweilen. Uraufführung feierte das nur 77 Minuten kurze Werk im Mai 2023 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes und gewann den „Preis der Jury“. Weitere ...