Ausgabe vom 01.04.2026 Seite 17

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Eine düstere Spur führt nach Rheine Journalist Andreas Bönte klärte für eine Fernseh-Dokumentation die Biografie seines Nazi-Großvaters auf RHEINE. Für den bekannten Fernsehjournalisten Andreas Bönte führte eine entscheidende Spur seiner Familiengeschichte nach Rheine. Dort hat Peter Wiborg von etwa 1920 bis zu seinem Freitod 1944 gelebt. Den eigenen Großvater mütterlicherseits hat der 1959 geborene Bönte, der viele Jahre das Politmagazin „Report München“ in der ARD moderierte, nicht kennenlernen können. Und über dessen Geschichte wurde in der Familie konsequent geschwiegen. Eine Ahnung, wie viel Schuld der unbekannte Großvater in der Zeit des Nationalsozialismus auf sich geladen hatte, kam dem Politikwissenschaftler erst, als er nach dem Tod seiner Mutter und seines Onkels den Nachlass durchsieht. Er findet zwei Kisten voller Dokumente und Fotos von Peter Wiborg, der in Rheine zu den führenden Vertretern der paramilitärischen Sturm-Abteilung (SA) gehört hatte. „Für mich war während meiner beruflichen Laufbahn immer klar, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus niemals vergessen werden dürfen“, betonte Andreas Bönte in der halbstündigen Dokumentation „Mein Großvater – Der ...