Ausgabe vom 23.05.2026 Seite 4

Suchbegriffe 23.05.2026    4


Weniger Altersarmut als gedacht? Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Düsseldorf. Ist in der öffentlichen Debatte die Rede von Altersarmut, wird häufig eine alarmierende Zahl ins Feld geführt: Fast jeder fünfte Rentner in Deutschland gilt demnach als armutsgefährdet. Je nach Datengrundlage liegt die Quote für Altersarmut zwischen 17,8 und rund 20 Prozent. Eine Person gilt als armutsgefährdet, wenn sie weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) der Gesamtbevölkerung zur Verfügung hat. Zuletzt waren dies 1380 Euro im Monat. Doch die Zahl der von Altersarmut gefährdeten Rentner könnte geringer ausfallen als bislang angenommen – jedenfalls dann, wenn in die Berechnung nicht nur Einkommen, sondern auch angesparte Vermögen einbezogen werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Demnach sinkt die Altersarmutsquote von 17,8 auf elf Prozent, wenn man auch Vermögen einbezieht. Für die Auswertung griff das Institut auf Daten der Deutschen Bundesbank zurück, für die wiederum 4000 Haushalte zu ihrer Einkommens- und Vermögenssituation befragt worden sind. Zentral für die Berechnung des Armutsgefährdungsrisikos in der IW-Studie sind Haushalte, in ...