Ausgabe vom 23.05.2026 Seite 26
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Früh raus, um wildes Leben zu retten Zwischen Nebel, Tau und Wärmebildkamera: Die SOS-Kitzrettung im frühen Morgeneinsatz auf den Feldern NEUENKIRCHEN-WETTRINGEN. Es ist kurz nach fünf Uhr morgens. Ãber den Feldern liegt noch dichter Nebel, feiner Tau glitzert auf den Wiesen im ersten Licht der aufgehenden Sonne. Nur das Zwitschern der Vögel durchbricht die Stille, während auf den StraÃen kaum Verkehr herrscht. Für viele Menschen beginnt der Tag erst Stunden später â für die Helfer der Kitzrettung dagegen ist es die wichtigste Zeit des Tages. Mit Drohnen, Wärmebildkameras und viel ehrenamtlichem Einsatz machen sie sich auf den Weg, um junge Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren. Marcel Hebbeler ist einer von ihnen. Die âSOS Kitzrettungâ, ein Verein mit 15 aktiven Piloten, hat an diesem Morgen Einsätze in Neuenkirchen, Wettringen und Rheine. Der 40-jährige technische Supporter für Hebebühnen startet seine Drohne auf dem Hof von Christian Puppe in Offlum. Der Landwirt und Maurer plant, am Freitag mehrere Grasflächen zu mähen, und muss sicher sein, dass sich dort keine Wildtiere verstecken. âHasen sind Fluchttiere, die weglaufen, sobald sie die Maschine hörenâ, erklärt er. âBei Rehkitzen ist ...
