Ausgabe vom 08.07.2023 Seite 17

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Als Teenager bekam er ein Teleskop geschenkt und begann, den Himmel zu beobachten. Das macht der gebürtige Rheinenser Benjamin Joachimi als heute 41-Jähriger immer noch ? aber auf einem ganz hohen wissenschaftlichen Niveau: Zusammen mit Kollegen hat Joachimi ein Konzept für ein Weltraumteleskop zur Erforschung der ?Dunklen Materie? und ?Dunklen Energie? entwickelt, das von der Europäischen Weltraumorganisation (European Space Agency, kurz ESA) als Teil der Euclid-Mission ausgewählt wurde. Joachimi, einst Schüler der Johannesschule Eschendorf und des Kopernikus-Gymnasiums, ist heute Professor für Astrophysik am Fachbereich Physik und Astronomie des University College London, Kernmitglied der Cosmoparticle Initiative und Mitglied des Managementteams des UCL-Doktorandenausbildungszentrums für datenintensive Wissenschaft. Zusammen mit seinem Team und Wissenschaftlern in ganz Europa will er Licht in die dunkle Seite des Universums bringen. Dazu wollen sie die Daten auswerten, die das am vergangenen Samstag ins All geschickte Weltraumteleskop Euclid bald zur Erde senden wird. Per E-Mail reagiert er auf die Fragen von MV-Redakteur Matthias Schrief und erläutert, was ?Dunkle Materie? überhaupt ist, wie das Weltraumteleskop Euclid arbeitet und welche Erwartungen die ...