Ausgabe vom 25.09.2025 Seite 5

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Kanzler unter Druck LeitartikelSchlechte Umfragewerte für Merz Friedrich Merz ist nicht in New York, auch wenn eine Rede von US-Präsident Donald Trump zu 80 Jahren Vereinte Nationen ein guter Anlass gewesen wäre. Er hätte es zwar mit dem Rückflug noch geschafft, ebenso wie Außenminister Johann Wadephul (CDU), rechtzeitig zur Generaldebatte im Bundestag da zu sein. Doch Merz setzt in dieser Woche bewusst – und das ist richtig so – innenpolitische Schwerpunkte. Denn für ihn und die Koalition steht derzeit viel auf dem Spiel. Merz muss dafür kämpfen, wie seine Bundesregierung wahrgenommen wird und welche Geschichte im Land über ihn erzählt wird. Die eines Wortbrechers, eines viel zu oft abwesenden Außenkanzlers, eines mit Schulden um sich werfenden Regierungschefs, der gemeinsam mit der SPD die falschen Prioritäten setzt und Chancen für einen Aufschwung verspielt? So stellt ihn die Opposition im Bundestag dar. Oder ist er ein anderer? Merz will mit seiner Rede das Bild eines Kanzlers zeichnen, der ein klares Ziel vor Augen hat. Ein Ziel, das Wettbewerbsfähigkeit beinhaltet, Wirtschaftswachstum, Technologieförderung und dringend notwendige Sozialreformen. Dafür spart er bei seinem Auftritt – das ist auffällig ...