Ausgabe vom 07.03.2026 Seite 5

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Die Optionen der Nato AnalyseBündnis fährt Raketenabwehr hoch Die Nato erhöht wegen des iranischen Raketenbeschusses auf die Türkei die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme. Könnte im nächsten Schritt nun auch ein direkter Kriegseintritt der Nato erfolgen? Irans Angriffe auf die Türkei und einen britischen Stützpunkt auf Zypern lassen diese Frage aufkommen. Schließlich besagt Artikel 5 des Bündnisvertrags, dass ein bewaffneter Angriff auf ein Nato-Mitglied als Angriff gegen alle Mitglieder angesehen wird – und eigentlich Beistand geleistet werden soll. Beim Thema Iran ist die Situation allerdings komplex. Gründe, die gegen eine direkte Nato-Beteiligung sprechen: Es gibt bei Artikel 5 keinen Automatismus: Die Verpflichtung zum Beistand greift nur, wenn der angegriffene Bündnispartner dies auch will. Bislang haben weder Großbritannien noch die Türkei darum gebeten – und es deutet wenig darauf hin, dass sich das kurzfristig ändert. Grund ist, dass die iranischen Angriffe bislang ein sehr begrenztes Ausmaß hatten und beide Länder die derzeitigen Abwehrkapazitäten für ausreichend halten. Die Konsens-Hürde: Selbst wenn die Türkei und Großbritannien ihre Meinung ändern und um ...