Ausgabe vom 07.03.2026 Seite 46

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Wenn der Baldachin abbrennt Paramentenwerkstatt in Paderborn wird 100 Jahre alt Hier ist nicht alles Gold, was glänzt. In der Paramentenwerkstatt im Missionshaus in Paderborn-Neuenbeken werden in Handarbeit wertvolle Fahnen und Priestergewänder hergestellt und repariert. Ein Blick hinter die Kulissen eines seltenen Handwerks.Ingo Schmitz Egal ob Rotwein- und Bierflecken oder sogar Brandlöcher: Die drei Damen aus der Paramentenwerkstatt kennen alle Tricks, die Beschädigungen zu beseitigen. Doch es ist ein aussterbendes Handwerk, wie die letzten verbliebenen Handstickerinnen der vor 100 Jahren gegegründeten Paramentenwerktatt berichten. Monika Tomeletsch ist seit 26 Jahren dabei. Andrea Wulf hat 1996 ihre Ausbildung begonnen und feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Betriebsjubiläum. Ingrid Schrömgens darf sogar auf 40 Jahre zurückblicken. Schwester Angelika Hellbach von den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut ist stolz auf das Team der Paramentenstickerei. Sie sind das sichtbare Aushängeschild für das Missionshaus, wenngleich in der Werkstatt keine Ordensschwestern mehr tätig sind. 1914 ließen sich die Schwestern in Neuenbeken nieder. Zunächst seien hier verwundete Soldaten des 1. Weltkriegs gepflegt worden, zwölf Jahre später ...