Ausgabe vom 21.03.2026 Seite 4

Suchbegriffe 21.03.2026    4


„Ich denke jeden Tag an Jennifer“ Zehn Jahre nach den Attentaten von Brüssel mit mehr als 30 Toten: Die Mutter eines Terroropfers aus NRW erinnert sich AAchen/Brüssel. Die Schrapnell-Spuren wurden nicht geglättet. In manchen Abdrücken lässt sich sogar das Gewinde ganzer Schrauben erkennen, so tief haben sich kleine und größere Metallteile in die kalte Oberfläche der Statur gebrannt. Die Wucht der Explosion ist so stark, dass die Hallendecke teilweise einstürzt, die Fensterfront zerbricht. Hier steht die Statue „Flight in Mind“ noch zu diesem Zeitpunkt: in der Abflughalle des Flughafens Brüssel Zaventem. Dort, wo am Morgen des 22. März 2016 – an diesem Sonntag vor zehn Jahren – islamistische Terroristen zwei Nagelbomben zünden und mindestens elf Menschen sterben bereits hier. Jedes Jahr um diese Zeit, fühlt Miriana Scintu eine Anspannung in sich hochkommen. „Es ist, als ob ich auf den 22. warte und erst danach wieder zur Ruhe komme“, erklärt die gebürtige Italienerin, während ihr Blick aus dem Fenster in den Garten schweift. Mit ihrem Mann bewohnt sie ein Haus in Kohlscheid bei Aachen. „Ich habe im Fernsehen von dem Anschlag erfahren“, sagt die 68-Jährige. Um ihre Tochter, ...