Ausgabe vom 08.03.2025 Seite 38

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Sound aus Minnesota Auf den Spuren von Bob Dylan und Prince Der eine schrieb Hymnen der Friedensbewegung, der andere mischte die Musikwelt auf. Beide Musikidole sind in Minnesota geboren, doch ihre Wege könnten kaum unterschiedlicher sein. Eine Spurensuche. Verena Wolff Es muss eine etwas trostlose Kindheit gewesen sein, die Robert Allen Zimmerman in der Kleinstadt Hibbing in Minnesota verbrachte. Irgendwo im Nirgendwo, in jenem US-Bundesstaat im Mittleren Westen, in dem die Winter lang und windig sind und die Sommer kurz. Die Grenze nach Kanada ist nah, die nächste große Stadt, Chicago, dafür fast 1000 Kilometer entfernt. Geboren wird Zimmerman, der später als Bob Dylan zu Weltruhm kommen sollte, 1941 in Duluth am Oberen See. Die Eltern sind Einwanderer aus Russland. „Der Vater erklomm die Karriereleiter bei Standard Oil“, sagt Ed Newman, Autor des Buches „Bob Dylan in Minnesota“. 1947 zieht die Familie weiter nach Nordwesten, nach Hibbing, wo der Vater in einem Geschäft für Elektrogeräte anheuert und der Sohn sich für die Musik von Buddy Holly, Bill Haley & His Comets, Chuck Berry, Little Richard und den anderen Rock n Rollern der 1950er-Jahre begeistert. Seine eigene Band, The Jokers, sei recht erfolgreich gewesen im ...